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Dienstabend vom 07.09.2017 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Manuel André Witte   
Sonntag, 10 September 2017

Bei dem am 07.09.2017 stattgefundenen Dienstabend der Freiwilligen Feuerwehr Wrescherode stand dieses Mal die Rettung einer verletzten Person mittels Steckleiter auf dem Plan. Da dies aus Platzgründen nicht in Wrescherode durchgeführt werden konnte, fand die Übung an der FTZ in Bad Gandersheim statt:

Unter der Leitung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Manuel Witte wurde die Übung „Leiterhebel“ – bei der, wie bereits geschrieben, eine Rettung mittels Steckleiter erfolgt –
durchgeführt.


Als Einsatzlage wurde den Kameraden eine verletzte Person im Dachgeschoss gemeldet,
deren Fluchtweg über das Treppenhaus abgeschnitten war. Die Kameraden rückten daraufhin
mittels TSF und MTW zur Einsatzstelle aus. Nach der Erkundung und Beurteilung der
Lage, stellte sich heraus, dass die verunglückte Person mittlerweile bewusstlos war. Vor der
Bewusstlosigkeit hatte sie jedoch noch die Fenster geöffnet und so signalisiert, wo sie anzutreffen
ist. Bei dem in Rede stehenden Einsatzszenario standen die im Landkreis Northeim
verfügbaren Drehleitern durch andere Einsätze nicht zur Verfügung, sodass der Gruppenführer
entsprechend seine Befehle erteilte. Demnach rüstete sich der Angriffstrupp mit Krankentrage,
Notfallkoffer sowie Feuerwehrleinen aus. Die vierteilige Steckleiter wurde an einem
Fenster durch den Wasser- und Schlauchtrupp in Stellung gebracht. Nachfolgend sicherte
der Schlauchtrupp die Steckleiter, sodass Angriffs- und Wassertrupp die Steckleiter in Richtung
verletzter Person hinaufsteigen konnten. Krankentrage und Notfallkoffer wurden mittels
einer Leine nach oben gezogen. Nach dem die verletzte Person erstversorgt worden war,
wurde sie auf die Trage gehoben und gesichert. Hierbei wurde besonderes Augenmerk auf
das schonende Überheben der Person gelegt.


Nachdem der Wassertrupp wieder abgestiegen war, wurde mit dem Ablassen des Verletzten
begonnen. Hierzu war es erforderlich, dass die Trage an der Steckleiter mittels Leinen befestigt
wurde. Zusätzlich mussten an der vierteiligen Steckleiter Führungsleinen angebracht
werden. Zum Herablassen der Leiter bzw. der Krankentrage mit dem Verletzten musste die
Leiter zunächst noch senkrecht an die Gebäudewand gestellt werden und die Trage vorsichtig
aus dem Fenster geschoben werden. Folglich konnte mit dem eigentlichen Herablassen
begonnen werden. Hierbei sorgten der Gruppenführer, Wasser- und Schlauchtrupp, Maschinist
und Melder dafür, dass die Leiter gleichmäßig und ohne Verdrehen der Trage abgelassen
wurde.
Um Unfälle zu vermeiden, wurde durch den Maschinisten und dem Melder zuvor der Ablageplatz
der Leiter weiträumig geräumt bzw. gesichert.
Die Sicherung einer Person mittels Feuerwehrleinen auf der Krankentrage umfasst folgende
Schritte:
- Auf der Kopfseite am rechten Tragegriff wird die Leine mit Mastwurf befestigt.
- Nachfolgend dienen Halbstiche der Sicherung: Halbstiche werden in Richtung der
Füße so angelegt, dass der erste Halbstich über die Brust, der zweite im Bereich der
Taille (oberhalb der Handgelenke) und der dritte oberhalb der Knie über beide Beine
zu liegen kommt.
- Feuerwehrleine einzelnen um beide Füße legen.
- Die Leine wird nachfolgend wieder in umgekehrter Reihenfolge zum Kopf der auf der
Trage liegenden Person geführt.
- Am linken Tragegriff endet mit einem Mastwurf die Sicherung und das freie Leinenende
wird unter die Kopftasche der Trage gesteckt.
Zur Befestigung der Leinen an der Krankentrage sind folgende Dinge zu beachten:
- Die Leinenenden werden auf beiden Seiten durch die Tragefüße der Trage gezogen.
- Mit Mastwurf und Halbschlag werden die jeweiligen Enden der Leinen an den Leiterholmen
befestigt.
- Mastwürfe und Halbschläge werden ebenfalls um die Tragegriffe der Kopfseite gelegt.
- Die Leinen werden durch die Tragefüße an den Fußseiten gezogen und an den Holmen
mit Mastwürfen und Halbschlägen befestigt.
- Um die an der Steckleiter befestigten Leinen frei führen zu können, sind sie mindestens
zwei Sprossen oberhalb der Auflagestelle zu befestigen.