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Abschnittsversammlung Nord/Ost PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Manuel André Witte   
Montag, 04 April 2016

Abschnittsleiter Carsten Winkler im Amt bestätigt, Ehrungen und Beförderungen

Der Abschnittsleiter des Brandschutzabschnittes Nord-Ost der Kreisfeuerwehr Northeim Carsten Winkler wurde am Freitag 1.April 2016 von den Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeistern der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim sowie der Gemeinde Kalefeld für weitere sechs Jahre in seinem Amt einstimmig bestätigt. Zu den ersten Gratulanten nach der überwältigenden Wahl gehörten Kreisbrandmeister Bernd Kühle, Fachbereichsleiter Matthias Walbrecht, der Vorsitzende des Ausschusses für Brand- und Katastrophenschutz Karl-Heinz Hagerodt, Kalefeld Bürgermeister Jens Meyer, Oldenrodes Ortsbürgermeister Falk Schwarz, Bad Gandersheims Polizeichef Burkhardt Hantke und die Kameradinnen und Kameraden der Abschnittsversammlung im Gasthaus Zwickert in Oldenrode.

Mit zünftiger Musik des Musikzuges der Feuerwehr Kalefeld unter Leitung von Michael Kruse wurden die Kameradinnen und Kameraden aus den 26 Ortsfeuerwehren des Brandschutzabschnittes Nord-Ost willkommen geheißen.

Bericht Abschnittsleiter

Der Abschnittsleiter machte in seinem Bericht sehr deutlich, dass der demografische Wandel unsere Region erreicht hat. Dies spiegelt sich in den Mitgliederzahlen der Aktiven wieder. Zum Stichtag 31.12.2015 leisteten insgesamt 799 Kameradinnen und Kameraden ehrenamtlich und unentgeltlich aktiven Dienst in der Feuerwehr. Dies ist ein Rückgang von 49 Personen im Vergleich zum 31.12.2014. Der Anteil der weiblichen Aktiven beträgt 104. Ferner machen in den Musikzügen Altgandersheim und Kalefeld insgesamt 23 Musiker Musik. Mit den Zahlen der Kinder und Jugendfeuerwehr sind insgesamt 959 Mitglieder aktiv. Der Altersabteilung gehören insgesamt 442 Kameradinnen und Kameraden an. Durch 2052 fördernde Mitglieder werden die Ortsfeuerwehren unterstützt. In den 26 Ortsfeuerwehren wurden 830 praktische und 473 theoretische Dienste abgeleistet. Die Zahl der Einsätze ist im Hinblick auf die rückläufigen Mitgliederzahlen bei den Aktiven mit 327 Einsätzen leicht angestiegen. Die Einsätze teilen sich auf in 39 Brandeinsätze, 246 Hilfeleistungen und 42 Blinde oder Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen. Nach den Worten von Carsten Winkler ist die Einsatzbereitschaft noch nicht gefährdet. Dennoch müssen sich die Feuerwehren mit den rückläufigen Zahlen an Aktiven auseinander setzen und neue Mitglieder für den Dienst am Nächsten gewinnen. Zum 01.Januar 2016 wurde die Ortsfeuerwehr Eboldshausen als Löschgruppe an die Stützpunktfeuerwehr Kalefeld angegliedert. Ein weiteres gutes Beispiel ist die Fusion der Ortsfeuerwehren Hachenhausen und Harriehausen zur Ortsfeuerwehr Harzbörde. Ab dem Sommer 2016 steht in der Ortsfeuerwehr Ellierode keine Führung mehr zur Verfügung. Die Verantwortlichen arbeiten an einer Lösung. Mit der Auflösung einer Ortsfeuerwehr geht immer auch eine lange Tradition und Geschichte im Dorf zu Ende. Daher ging der einhellige Appell heraus, dass vor einer Auflösung einer Ortsfeuerwehr Gespräche in verschiedene Richtungen geführt werden sollen und Möglichkeiten ausgelotet werden müssen. Ein besonderer Dank ging an die Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim, die im letzten Jahr aus Anlass 50 Jahre FTZ Bad Gandersheim die Seniorenwettbewerbe ausgerichtet haben.

Bericht stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart

Im Brandschutzabschnitt Nord-Ost werden in acht Jugendfeuerwehren 112 Jungen und Mädchen sinnvoll und attraktiv in ihrer Freizeit beschäftigt. Im Jahr 2015 konnten 16 Jugendlichen in die Einsatzabteilungen übergeben werden. Insgesamt fanden 32 Jugendliche den Weg in die Jugendfeuerwehr. Leider schieden auch 25 wieder aus. Die Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer leisteten zum normalen Feuerwehrdienst insgesamt 1500 Stunden an Vor- und Nachbereitung. In zwei Kinderfeuerwehren leisten insgesamt 44 Kinder Dienst.

Bericht des stellv. Kreisausbildungsleiters

An der FTZ Bad Gandersheim wurden im Jahr 2015 nach den Worten von Jürgen Linne insgesamt 154 Kameradinnen und Kameraden geschult. An der Truppmannausbildung nahmen 35, an der Atemschutzgeräteträgerausbildung Teil 1 18, Teil 2 Brandübungscontainer 45, Sprechfunklehrgang 40 und Maschinistenlehrgang 16. Für die Ausbildung stehen 12 Kameradinnen und Kameraden zur Verfügung. Im Jahr 2016 werden nach einer Stellenausschreibung fünf neue Ausbilder geschult. Am Rücklauf der Lehrgangskarten aus den Ortsfeuerwehren und der Auslastung ist von den Feuerwehren noch zu arbeiten.

Ansprache Kreisbrandmeister

Kreisbrandmeister Bernd Kühle informierte über die globale Sicherheitslage, der sich die Hilfsorganisationen stellen müssen. Vor Jahren wurden die Gelder für den Katastrophenschutz drastisch zurück gefahren und notwendige Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen des Bundes nicht mehr durchgeführt. Kommt es jetzt zu einer Gefahrenlage sollen die Feuerwehren vor Ort schnelle und professionelle Hilfe leisten. Hier stellt sich immer die Frage, mit welchen Fahrzeugen und welchen Gerätschaften. Die Verantwortung hat der Bund über die Länder an die Städte und Gemeinden abgegeben. Er habe daher die örtlichen Bundestags- und Landtagsabgeordneten aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass im Landkreis Northeim Fahrzeuge des Katastrophenschutzes stationiert werden. Die eingesetzte Arbeitsgruppe „Feuerwehren“ des Landkreises Northeim hat ihre Arbeit aufgenommen. Zunächst erfolgt eine Analyse über vorhandene Einheiten der Kreisfeuerwehr, Fahrzeuge und Gerätschaften. Als Ziel wurde eine einvernehmliche Lösung zum bestmöglichen Schutz für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Northeim vereinbart. Im Landkreis Northeim können sich die Bürgerinnen und Bürger auf insgesamt 156 Ortsfeuerwehren im Ernstfall verlassen.

Grußworte der Gäste

Die Grüße von Rat und Verwaltung der Gemeinde Kalefeld überbrachte den anwesenden Kameradinnen und Kameraden Bürgermeister Jens Meyer. Die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr haben im letzten Jahr eindrucksvoll die Zuverlässigkeit gerade in der Flüchtlingskrise unter Beweis gestellt. Ohne die ehrenamtlich tätigen Hilfsorganisationen wäre eine Bewältigung nicht möglich gewesen. Hierfür dankte Jens Meyer allen Beteiligten.

Die neue Landrätin Astrid Klinkert-Kittel konnte urlaubsbedingt nicht an der Abschnittsversammlung teilnehmen. Daher überbrachte der Fachbereichsleiter Matthias Walbrecht die Grüße und den Dank für die geleistete Arbeit von Landrätin, Erstem Kreisrat, Kreisverwaltung und Kreistag. Matthias Walbrecht machte in seinen Ausführungen nochmals deutlich, dass niemand von Seiten des Landkreises Northeim die Notwendigkeit einer Kreisfeuerwehr in Frage gestellt hat. Dass es im letzten Jahr zu Verwirrungen und gar Unstimmigkeiten gekommen sei bedauere er sehr. Dem wiedergewählten Abschnittsleiter Carsten Winkler gratuliere er sehr herzlich und verkündete, dass der neue Dienstwagen bestellt worden sei. Das alte Dienstfahrzeug war nach über 16 Jahren Einsatzdienst im letzten Jahr mit einem Motorschaden von einem auf den anderen Tag ausgefallen.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Brand- und Katastrophenschutz Karl-Heinz Hagerodt aus Langenholtensen überbrachte die Grüße des Ausschusses. Auch er konnte den Anwesenden berichten, dass für die TEL Nord-Ost ein Einsatzleitwagen in Dienst gestellt wurde und dass es endlich grünes Licht für die Ersatzbeschaffung des 38 Jahre alten DMF-Fahrzeuges für die Umweltfeuerwehr Landkreis Northeim gebe.

Eine sehr gute und vertrauensvolle Arbeit bestätigte der Leiter der Polizei Bad Gandersheim Burkhard Hantke den Feuerwehrmitgliedern in seinem Grußwort. An den Einsatzstellen ist eine enge Zusammenarbeit erforderlich. Leider haben es die Einsatzkräfte im letzten Jahr wieder mit mehr schweren Verkehrsunfällen zutun gehabt. An dem Beispiel „Tippen tötet“ machte er deutlich, dass bei der Nutzung eines Handys bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde ein Weg von 27 Metern je Sekunde zurückgelegt wird. In vier Sekunden also ein „Blindflug“ von über 100 Metern. Dies sei Lebensgefährlich. Im Jahr 2015 habe sich die Zahl der schweren Verkehrsunfälle von 17 auf 31 fast verdoppelt.

Ehrungen und Beförderungen

Der Tagesordnungspunkt Ehrungen und Beförderungen wird von den anwesenden Kameradinnen und Kameraden immer mit Spannung erwartet. In diesem Jahr konnte mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen für 25jährigen aktiven Dienst Oberfeuerwehrfrau Christine Jagaschewski ausgezeichnet werden. Mit dem gleichen Ehrenzeichen allerdings für 40 Jahre aktiven Dienst wurden ausgezeichnet: HFM Gerhard Miehe, HFM Rolf Meinecke, EHFM Harald Marxhausen, EHFM Walter Zwickert, EHFM Bernd Sroka, BM Rainer Koch, BM Reiner Schröder, OBM Dietmar Schwarz, EHFM Dieter Brinkmann, BM Eckhard Grützner, EHFM Wendelin Grützner, EHFM Werner Bohnsack, OFM Bernhard Glatthor, HBM Axel Weiberg. Für 40jährige Mitgliedschaft im Landesfeuerwehrverband Niedersachsen wurde Manfred Lippert geehrt.

Die nachfolgenden Führungskräfte wurden aufgrund der Dienststellung mit neuen Dienstgraden versehen: Zum Löschmeister wurde Stefan Milschewski und zu Hauptlöschmeistern Nils Klapproth sowie Thomas Wille befördert. Den Dienstgrad Brandmeister führen ab sofort Tobias Gropp, Oliver Zufall, Lars Steinhoff und Henrik Scholz. Zum Oberbrandmeister wurde der stellv. Ortsbrandmeister Bad Gandersheim Michael Brackel befördert.